Aktueller Bericht

Zuletzt aktualisiert: 30.09.2026 um 05:30 Uhr

Zusammenfassung des Tages

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Dichte Bewölkung schirmt die Sonneneinstrahlung weithin spürbar ab, sodass sich thermische Aufwinde nur sehr zögerlich und spät entwickeln können. Wegen der anhaltend niedrigen Wolkenuntergrenzen und der schwachen Aufheizung ist das Verlassen der Platzrunde in Thannhausen mit einem erheblichen Risiko für eine vorzeitige Landung verbunden. Für den Streckenflug ergeben sich somit allenfalls kurze, lokale Zeitfenster bei stark eingeschränkter Reichweite.

1. Start, Abflug und Rueckkehr Thannhausen

Am Boden weht der Wind überwiegend schwach mit Geschwindigkeiten zwischen 2 und 7 km/h sowie harmlosen Spitzen bis 20 km/h, weshalb der Seitenwind für die Graspiste zu jedem Zeitpunkt völlig unbedenklich bleibt. Für den Start empfiehlt sich vormittags zunächst die Piste 25, ehe am Nachmittag die Piste 07 die günstigere Wahl darstellt; ein Modell favorisiert sogar durchgehend die Piste 07. Ein thermischer Abflug ist vor 14:00 Uhr kaum realistisch, da die Wolkenuntergrenzen erst am Nachmittag mühsam auf 600 bis maximal 900 Meter über Grund ansteigen. Für eine sichere Rückkehr sollte das Landefenster spätestens um 17:30 Uhr gewählt werden, da die Wolken danach wieder rasch absinken und die Thermik gänzlich zusammenbricht.

2. Thermik- und Streckenflugbedingungen nach Regionen

  • Allgaeu: Dichte Wolkenfelder schirmen die Sonne massiv ab, sodass die Wolkenuntergrenzen erst zwischen 14:00 und 17:00 Uhr mühsam 700 bis 850 Meter über Grund erreichen, während schwacher Wind aus nördlichen bis westlichen Richtungen weht.
  • Schwaebische Hochebene: Bei starker Bewölkung und entsprechend gedämpfter Aufheizung liegt das beste Zeitfenster zwischen 13:00 und 17:00 Uhr mit Arbeitshöhen von 700 bis bestenfalls 1250 Metern über Grund bei mäßigem Wind aus Nordost.
  • Schwaebische Alb: Ausgedehnte Wolkenschichten mit vereinzelten leichten Tropfen am Mittag bremsen die Thermik ein, wodurch erst ab 14:00 bis 17:00 Uhr Wolkenuntergrenzen von 800 bis gut 1000 Metern über Grund bei schwachem bis mäßigem Nordwind erreicht werden.
  • Fraenkische Alb: Hier sind die Chancen auf Sonnenfenster etwas größer, was zwischen 13:00 und 16:00 Uhr Wolkenuntergrenzen von 900 bis maximal 1300 Metern über Grund bei schwachem bis mäßigem Südostwind ermöglicht, bevor die Wolken wieder dichter werden.
  • Schwarzwald: Durch die vergleichsweise beste Einstrahlung entwickelt sich hier zwischen 13:00 und 16:30 Uhr die verlässlichste Thermik mit Wolkenuntergrenzen von 1000 bis 1250 Metern über Grund bei leichtem Wind aus westlichen Richtungen.
  • Frankenhoehe: Starke Wolkenabdeckung lässt der Sonne wenig Raum, sodass die Wolkenbasis bei mäßigem, im Tagesverlauf auffrischendem Wind erst zwischen 14:00 und 17:00 Uhr Höhen um 800 bis 1000 Meter über Grund erreicht.

3. Beste Linien und Uebergange

Die verhältnismäßig besten Segelflugbedingungen sind im Westen im Schwarzwald sowie mit Abstrichen auf der Schwäbischen Alb zu erwarten, da dort die Arbeitshöhen noch am ehesten brauchbar sind. Die größte Schwierigkeit besteht jedoch im Übergang selbst, da der Abflugkorridor rund um Thannhausen durch tiefe Wolken und schwache Steigwerte stark blockiert ist. Weiter nach Osten und Süden verhindern dichte Wolkenschichten eine ausreichende Erwärmung des Bodens, was Richtungswechsel dorthin zu einer großen Falle macht.

4. Modellvergleich: ICON vs. ECMWF

Beide Wettermodelle prognostizieren übereinstimmend eine hohe Wolkenbedeckung, allgemein schwache Höhenwinde und eine vernachlässigbare Gewittergefahr. Das europäische Modell zeichnet das deutlich trübere Bild mit teils leichten Niederschlägen und generell niedrigeren Wolkenuntergrenzen von selten mehr als 800 Metern über Grund. Das deutsche Modell sieht hingegen größere Chancen auf Wolkenlücken sowie spürbar höhere Wolkenbasen über der Fränkischen Alb und dem Schwarzwald. Auffällig ist zudem, dass in beiden Datensätzen der Stabilitätsindex für die Luftschichtung fehlt, weshalb dieser Wert nicht beurteilt werden kann.

5. Fazit & Streckenflugempfehlung

Aufgrund der ausgeprägten Wolkenabschirmung und der geringen Höhenreserve eignet sich dieser Tag nicht für ausgedehnte oder anspruchsvolle Streckenflüge. Empfehlenswert sind allenfalls kurze Vorstöße im Nahbereich des Platzes oder kleine Ausflüge entlang der Schwäbischen Alb innerhalb des engen Zeitfensters von 14:00 bis 17:00 Uhr. Oberstes Gebot ist dabei eine ständige Absicherung gegenüber dem Heimatplatz, um bei den niedrigen Basen das hohe Risiko von Außenlandungen zu vermeiden.