Zusammenfassung des Tages
Der Tag ist durch eine dichte Wolkendecke mit starker Abschattung geprägt, wodurch die Sonneneinstrahlung gedämpft wird und die Aufwinde nur zögerlich in Gang kommen. Ab dem Nachmittag drohen von Westen her Schauer und tiefere Bewölkung, was das nutzbare Flugfenster merklich einschränkt. Für Streckenflüge ab Thannhausen herrschen daher schwierige und unsichere Bedingungen mit geringer Reichweite.
1. Start, Abflug und Rueckkehr Thannhausen
Für Start und Landung ist ganztägig die Piste 25 zu nutzen, da der Wind schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen weht und der Seitenwind mit Werten unter 10 Kilometern pro Stunde völlig unbedenklich bleibt. Ein eigener thermischer Abflug ist vor 12:30 Uhr kaum realistisch, da dichte mittelhohe und hohe Wolkenschichten die Erwärmung am Boden bremsen und die Wolkenbasis erst am frühen Nachmittag mühsam Höhen über 1000 Meter über Grund erreicht. Für den Rückflug sollte spätestens 17:00 Uhr angepeilt werden, weil die Aufwinde danach rasch zusammenbrechen, auffrischender Wind mit Böen um 20 Kilometer pro Stunde auftritt und gegen 18:00 Uhr leichter Niederschlag möglich ist.
2. Thermik- und Streckenflugbedingungen nach Regionen
- Allgaeu: Die Wolkenbasis steigt am Nachmittag auf rund 1000 bis 1200 Meter über Grund, bleibt jedoch unter kompakter Bewölkung weitgehend abgeschattet bei mäßigem Südwest- bis Westwind mit Böen bis knapp 30 Kilometer pro Stunde (bestes Fenster: 13:00 bis 16:00 Uhr).
- Schwaebische Hochebene: Bei überwiegend starker Bewölkung klettern die Basishöhen zeitweise auf 1200 bis 1500 Meter über Grund, ehe ab 15:00 Uhr einsetzende Regenschauer und auffrischender Westwind das kurze Flugfenster (12:00 bis 15:00 Uhr) beenden.
- Schwaebische Alb: Zwischen 12:00 und 14:00 Uhr liegt die Wolkenuntergrenze bei etwa 1000 bis 1200 Metern über Grund, bevor ab 15:00 Uhr Schauer, rasch absinkende Wolken und kräftige Böen über 35 Kilometer pro Stunde das Gebiet unbefliegbar machen.
- Fraenkische Alb: Dank etwas besserer Einstrahlung werden hier im besten Zeitfenster von 12:00 bis 17:00 Uhr verlässliche Basishöhen zwischen 1400 und 1800 Metern über Grund bei meist schwachem bis mäßigem Wind erreicht.
- Schwarzwald: Bereits ab den Vormittagsstunden verhindern tiefe Wolkenuntergrenzen unter 600 Metern, anhaltender Niederschlag und dichte Bewölkung jegliche nutzbare Thermik.
- Frankenhoehe: Bei mäßigem Wind liegen die Wolkenuntergrenzen zwischen 12:00 und 16:00 Uhr bei 1100 bis 1500 Metern über Grund, bevor zum späteren Nachmittag zunehmende Bewölkung und einzelne Tropfen die Bedingungen dämpfen.
3. Beste Linien und Uebergange
Einzig der Korridor nach Norden und Nordosten in Richtung Fränkische Alb bietet brauchbare Perspektiven, da dort die Wolkenuntergrenzen am höchsten liegen und die meiste Sonnenenergie den Boden erreicht. Der Übergang von Thannhausen dorthin über die Schwäbische Hochebene muss jedoch zügig überwunden werden, bevor die Luftmasse dort ab dem Nachmittag zunehmend feuchter wird. Flüge nach Westen zur Schwäbischen Alb oder gar in den Schwarzwald scheiden komplett aus, da aufziehende Schauer und aufliegende Wolken den Weg versperren.
4. Modellvergleich: ICON vs. ECMWF
Beide Wettermodelle sind sich einig über eine dichte Wolkenschicht, die den thermischen Tagesgang stark verzögert. Das deutsche Modell rechnet die Schauer im Westen und über der Alb etwas kräftiger und früher ein, prognostiziert dafür aber am Nachmittag geringfügig höhere Wolkenbasen als das europäische Modell. Letzteres zeigt ganztägig eine noch kompaktere Bewölkung und etwas stärkere Windböen am Boden. Hinweis: Der Stabilitätsindex liegt in den Ausgangsdaten nicht vor, die vorhandenen Energiewerte deuten jedoch auf ein allgemein geringes Gewitterrisiko hin.
5. Fazit & Streckenflugempfehlung
Aufgrund der massiven Abschirmung und der von Westen heranziehenden Schauer eignet sich der Flugtag nicht für mittlere oder gar ambitionierte Streckenflüge. Empfohlen werden lediglich lokale Flüge oder vorsichtige Ausflüge mit geringer Reichweite in Richtung Fränkische Alb. Wer startet, sollte das sehr enge Zeitfenster zwischen 13:00 und 16:30 Uhr nutzen und stets einen sicheren Rückweg vor den aufziehenden Schauern im Auge behalten.