Aktueller Bericht

Zuletzt aktualisiert: 26.09.2026 um 05:30 Uhr

Zusammenfassung des Tages

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Der Tag bietet mäßige bis durchschnittliche Bedingungen für den Streckenflug, da die Sonneneinstrahlung durch teils kompakte hohe Schleierwolken spürbar gedämpft wird. Während sich im Norden und Nordosten solide Aufwindhöhen entwickeln können, sorgt die feuchtere Luft im Süden für einen sehr zögerlichen Beginn. Bei weitgehend trockenem Wetter ohne Schauer- oder Gewitterrisiko und auffrischendem Ostwind sind vor allem kleinere bis mittlere Vorhaben in Richtung Norden aussichtsreich.

1. Start, Abflug und Rueckkehr Thannhausen

Für Start und Landung ist durchgehend die Piste 07 zu wählen, da ein schwacher bis mäßiger Gegenwind von meist 6 bis 12 km/h ohne nennenswerten Seitenwind ansteht. Die Windböen bleiben am Nachmittag mit etwas über 20 km/h unkritisch für die Graspiste. Aufgrund zäher Erwärmung und anfangs sehr niedriger Wolkenuntergrenzen ist ein thermischer Abflug erst ab etwa 13:00 Uhr realistisch, wenn nutzbare Höhen von rund 1100 bis 1300 Metern über Grund erreicht werden. Für eine sichere Rückkehr sollte die Landung bis spätestens 17:30 bis 18:00 Uhr eingeplant werden, da die Sonneneinstrahlung und die Aufwinde danach rasch zusammenbrechen.

2. Thermik- und Streckenflugbedingungen nach Regionen

  • Allgaeu: Die Wolkenuntergrenzen bleiben mit rund 900 bis 1600 Metern über Grund verhalten, während dichte hohe Wolkenschichten die Erwärmung dämpfen. Bei schwachem Wind liegt das beste, aber schwache Thermikfenster zwischen 13:00 und 16:30 Uhr.
  • Schwaebische Hochebene: Unter zeitweise starker hoher Bewölkung steigen die Wolkenuntergrenzen nur mühsam auf 1100 bis 1500 Meter über Grund. Die schwachen Aufwinde sind bei mäßigem Ostwind am ehesten zwischen 13:00 und 17:00 Uhr nutzbar.
  • Schwaebische Alb: Bei auffrischendem, böigem Ostwind werden zwischen 13:00 und 17:00 Uhr brauchbare Wolkenuntergrenzen von 1400 bis 1600 Metern über Grund erreicht. Hohe Schleierwolken mindern jedoch phasenweise den Wärmeeintrag am Boden und bremsen das Steigen.
  • Fraenkische Alb: Mit Wolkenuntergrenzen von bis zu 1700 Metern über Grund und längeren sonnigen Phasen herrschen hier zwischen 12:30 und 17:00 Uhr gute Bedingungen. Der Ostwind weht allerdings mäßig mit spürbaren Böen um 30 km/h, was das Zentrieren der Aufwinde erschweren kann.
  • Schwarzwald: Zwar werden rechnerisch hohe Wolkenuntergrenzen von 1700 bis über 2100 Metern über Grund berechnet, doch dämpfen dichte hohe und mittelhohe Wolkenfelder die Thermik massiv ab. Zwischen 12:00 und 16:00 Uhr sind bei böigem Wind nur unzuverlässige Aufwinde zu erwarten.
  • Frankenhoehe: Bei guter Einstrahlung steigen die Wolkenuntergrenzen zwischen 12:30 und 17:00 Uhr auf die tagesweit besten Werte von 1900 bis 2100 Metern über Grund. Trotz eines spürbaren Ostwinds bietet diese Region das stabilste und verlässlichste Aufwindband.

3. Beste Linien und Uebergange

Der erfolgversprechendste Korridor führt nach dem Verlassen des Flugplatzes nach Norden auf die Schwäbische Alb und weiter nordostwärts zur Frankenhöhe und Fränkischen Alb. Die größte Schwachstelle liegt direkt beim Abflug und Wiederanschluss im Raum Thannhausen sowie auf der Schwäbischen Hochebene, wo geringe Arbeitshöhen kaum Spielraum für Fehler lassen. Wege in Richtung Schwarzwald oder Allgäu sollten gemieden werden, da dort dichte Bewölkungsfelder für großflächige Abschattungen und absterbende Thermik sorgen.

4. Modellvergleich: ICON vs. ECMWF

Auffällig ist, dass in beiden Datensätzen der Stabilitätsindex vollständig fehlt, weshalb das Schichtungsverhalten allein über Temperatur- und Feuchtewerte beurteilt werden muss. Das deutsche Modell zeigt sich deutlich freundlicher mit viel Sonnenschein und kaum Bewölkung ab dem Mittag, während das europäische Modell eine ganztägig dichte Decke aus hohen Schleierfeldern simuliert. Einigkeit herrscht über die Trockenheit ohne Niederschlag sowie den mäßigen, aus östlichen Richtungen wehenden Wind.

5. Fazit & Streckenflugempfehlung

Für den heutigen Flugbetrieb bieten sich vor allem vorsichtig angelegte, kurze bis mittlere Streckenflüge entlang der Schwäbischen Alb in Richtung Frankenhöhe an. Ambitionierte Aufgaben sind aufgrund des späten und schwierigen Thermikbeginns in Thannhausen sowie der Unsicherheiten durch hohe Bewölkung mit einem erhöhten Außenlanderisiko behaftet. Wer fliegt, sollte frühzeitig Wendepunkte im sonnigeren Norden anvisieren und das feuchtere, stärker abgeschattete Voralpenland meiden.