Aktueller Bericht

Zuletzt aktualisiert: 26.09.2026 um 05:25 Uhr

Zusammenfassung des Tages

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Kräftige Sonneneinstrahlung sorgt für ein nutzbares Thermikfenster von gut vier Stunden bei sehr schwachem Wind und ohne jede Schauer- oder Gewittergefahr. Da in den Wetterdaten die Angaben für den Stabilitätsindex fehlen, lässt sich die Schichtung über die trockenen Luftmassen ableiten, die ganztägig überwiegend zu reiner Blauthermik ohne Wolkenbildung führen. Erst ab dem späteren Nachmittag schiebt sich von Norden her eine dichte Schicht aus hohen Schleierwolken vor die Sonne, was die Thermik rasch dämpft.

1. Start, Abflug und Rueckkehr Thannhausen

Am Flugplatz weht der Wind tagsüber schwach aus westlichen Richtungen, womit die Piste 25 mit nur minimalem, völlig unkritischem Seitenwind aktiv ist, ehe der Wind gegen 17:00 Uhr auf Ost dreht und die Piste 07 begünstigt. Aufgrund der feuchteren Grundschicht und zögerlichen Erwärmung im Platzbereich baut sich tragfähige Thermik erst spät auf, sodass ein sicherer Abflug erst ab etwa 12:30 Uhr gelingt. Die Rückkehr sollte bis spätestens 17:00 Uhr abgeschlossen sein, da kurz darauf dichte hohe Bewölkung die Einstrahlung kappt und das verlässliche Tragen beendet.

2. Thermik- und Streckenflugbedingungen nach Regionen

  • Allgaeu: Bei schwachem Westwind baut sich ab etwa 12:00 Uhr Blauthermik mit soliden Steighöhen auf, die zwischen 13:00 und 16:00 Uhr ihr bestes Fenster findet.
  • Schwaebische Hochebene: Die spürbare Erwärmung ermöglicht ab Mittag gute Arbeitshöhen von über zweitausend Metern im wolkenlosen Raum, ehe ab 16:00 Uhr hohe Schleierwolken die Kraft nehmen.
  • Schwaebische Alb: Das bergige Relief sorgt schon ab 11:30 Uhr für verlässliches Steigen und sehr hohe Aufwindbänder bis in den Nachmittag hinein.
  • Fraenkische Alb: Hier bleibt das Steigen bei leichtem Wind aus Südwest bis West auf mäßigem Niveau und wird ab 16:00 Uhr durch aufziehenden Wolkenschirm rasch beendet.
  • Schwarzwald: Begünstigt durch die starke Sonnenaufheizung der Hänge stehen Piloten zwischen 12:00 und 16:30 Uhr hervorragende Arbeitshöhen bei schwachem Wind zur Verfügung.
  • Frankenhoehe: Nach einem soliden Thermikbeginn zur Mittagszeit bricht die Thermik hier bereits ab etwa 15:00 Uhr durch dichte hohe Bewölkung vorzeitig zusammen.

3. Beste Linien und Uebergange

Die beste Rennstrecke führt über die Schwäbische Alb in Richtung Schwarzwald, wo die stärkste Erwärmung und die besten Höhenbänder zusammenkommen. Eine deutliche Schwachstelle bleibt der Abflug aus der Umgebung von Thannhausen, da das flache Umland der Einstrahlung mehr Zeit abverlangt als die Mittelgebirge. Flüge weiter nach Norden sollten vermieden werden, da dort die dämpfende Schirmbewölkung als Erstes eintrifft.

4. Modellvergleich: ICON vs. ECMWF

Beide Wettermodelle sind sich über den schwachen Wind, das Ausbleiben von Niederschlägen und den Aufzug hoher Schleierwolken am späten Nachmittag weitgehend einig. Das europäische Modell prognostiziert den Temperaturanstieg am Boden etwas zügiger und erwartet mittags geringfügig höhere Aufwindobergrenzen als das deutsche Modell. In beiden Datensätzen fehlen die Werte für den Stabilitätsindex, was sich jedoch durch die einheitlich trockene Schichtung ohne Quellwolkenbildung gut überbrücken lässt.

5. Fazit & Streckenflugempfehlung

Die Bedingungen eignen sich bestens für mittlere Streckenflüge mit Schwerpunkt entlang der Schwäbischen Alb nach Westen. Mit einem geplanten Abflug um 12:30 Uhr und einer Rückkehr nach Thannhausen vor 17:00 Uhr nutzt man das optimale thermische Zeitfenster voll aus. Ein Vorstoß in Richtung Norden ist wegen der früh einsetzenden Abschattung nicht ratsam.