Aktueller Bericht

Zuletzt aktualisiert: 26.09.2026 um 05:27 Uhr

Zusammenfassung des Tages

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Es erwartet uns ein stabiler und vollstĂ€ndig niederschlagsfreier Flugtag ohne jedes Gewitterrisiko, der allerdings durch einen verzögerten Thermikbeginn im Flachland und zeitweise Schirmbewölkung im Norden geprĂ€gt ist. Die besten Bedingungen mit hohen Arbeitshöhen und intensiver Sonneneinstrahlung liegen im Westen und SĂŒden, wĂ€hrend der Osten und Norden stĂ€rker abgeschattet werden. In Thannhausen ist Geduld beim Abflug gefragt, da tragfĂ€hige Aufwinde erst zum Mittag hin verlĂ€sslich einsetzen.

1. Start, Abflug und Rueckkehr Thannhausen

Der Bodenwind weht schwach bis mĂ€ĂŸig aus östlicher Richtung, weshalb durchgehend die Piste 07 in Betrieb ist. Da der Seitenwind den gesamten Tag ĂŒber sehr gering bleibt und die Böen harmlos sind, gestaltet sich der Flugbetrieb am Platz denkbar unkompliziert. Ein sicherer Streckenabflug ist allerdings erst ab etwa 13:00 Uhr anzuraten, da die bodennahe Luftschicht am Vormittag noch sehr feucht ist und brauchbare Steighöhen von ĂŒber 1200 Metern erst mit der krĂ€ftigen Nachmittagssonne erreicht werden. FĂŒr eine stressfreie RĂŒckkehr sollte die Landung bis spĂ€testens 17:30 Uhr eingeplant werden, da die Sonneneinstrahlung danach spĂŒrbar nachlĂ€sst und die Aufwinde rasch zusammenfallen.

2. Thermik- und Streckenflugbedingungen nach Regionen

  • Allgaeu: Dank ungehinderter Sonneneinstrahlung bauen sich zwischen 12:00 und 17:00 Uhr sehr verlĂ€ssliche Aufwinde auf, die bei schwachem Wind Arbeitshöhen von 1700 bis ĂŒber 2000 Metern ĂŒber Grund ermöglichen.
  • Schwaebische Hochebene: Die Thermik setzt ab etwa 12:30 Uhr zögerlich ein und trĂ€gt bei schwachem Ostwind bis auf etwa 1600 Meter, wird aber am Nachmittag durch aufziehende mittelhohe Wolkenfelder zeitweise gedĂ€mpft.
  • Schwaebische Alb: Bei mĂ€ĂŸigem SĂŒdostwind entwickeln sich zwischen 12:30 und 16:30 Uhr gute Steigwerte mit Wolkenuntergrenzen um 1800 bis ĂŒber 2000 Meter, wenngleich dichtere WolkenbĂ€nke um die Mittagszeit kurzzeitig abschatten können.
  • Fraenkische Alb: Kompakte Schirmbewölkung dĂ€mpft die Aufheizung des Bodens erheblich, sodass bei spĂŒrbar böigem SĂŒdostwind nur mĂ€ĂŸige Arbeitshöhen um 1700 Meter erreicht werden (beste Phase zwischen 13:00 und 16:00 Uhr).
  • Schwarzwald: BegĂŒnstigt durch starke Einstrahlung und trockene Luft bietet der Schwarzwald zwischen 12:00 und 17:00 Uhr die besten Aufwinde des Tages mit Arbeitshöhen von deutlich ĂŒber 2400 Metern bei moderatem Höhenwind.
  • Frankenhoehe: Bei lebhaftem und böigem SĂŒdostwind bleibt die Thermik unter dichten Wolkenschirmen lange Zeit gedĂ€mpft, erreicht aber am Nachmittag zwischen 13:30 und 16:30 Uhr Höhen von rund 1900 bis 2400 Metern.

3. Beste Linien und Uebergange

Der vielversprechendste Korridor verlĂ€uft von Thannhausen aus nach Westen entlang der SchwĂ€bischen Alb bis in den Schwarzwald sowie nach SĂŒdwesten in das thermisch gut entwickelte AllgĂ€u. Die grĂ¶ĂŸte HĂŒrde stellt der Abflug aus dem Raum Thannhausen dar, da ĂŒber dem feuchteren Umland zunĂ€chst mĂŒhsam Höhe erkĂ€mpft werden muss, bevor der Sprung auf das höher gelegene GelĂ€nde der Alb gewagt werden kann. ÜbergĂ€nge in Richtung Norden zur Frankenhöhe oder nach Nordosten zur FrĂ€nkischen Alb sollten vermieden werden, da dort dichte Wolkenfelder den Boden abschirmen und der böige Wind das Zentrieren der Aufwinde erschwert.

4. Modellvergleich: ICON vs. ECMWF

Beide Wettermodelle sind sich ĂŒber den vollstĂ€ndig trockenen Witterungscharakter, das Ausbleiben von Schauern und die generelle Windverteilung einig. Das europĂ€ische Modell berechnet die Luftmasse in den Höhenlagen etwas trockener, was sich in höheren Wolkenuntergrenzen ĂŒber dem Schwarzwald und dem AllgĂ€u widerspiegelt. Das deutsche Modell ICON prognostiziert hingegen im Bereich der SchwĂ€bischen Alb und Hochebene dichtere mittelhohe Quellungs- und Schichtwolken, wĂ€hrend das europĂ€ische Modell vor allem im Norden stĂ€rkere hohe Schleierbewölkung anzeigt.

5. Fazit & Streckenflugempfehlung

Aufgrund des spĂ€ten Thermikbeginns im Flachland eignen sich die Bedingungen vor allem fĂŒr solide StreckenflĂŒge im kleinen bis mittleren Bereich. Nach einem Start gegen 13:00 Uhr empfiehlt sich ein direkter Schenkel ĂŒber die SchwĂ€bische Alb nach Westen, der bei guter Tagesform bis in den Schwarzwald oder in einer Schleife ĂŒber das AllgĂ€u verlĂ€ngert werden kann. FlĂŒge in Richtung Norden sind wegen der ausgeprĂ€gten Abschattung nicht ratsam, und fĂŒr den Heimweg nach Thannhausen sollte ausreichend Zeitreserve vor 17:30 Uhr eingeplant werden.