Aktueller Bericht

Zuletzt aktualisiert: 03.10.2026 um 05:30 Uhr

Zusammenfassung des Tages

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Der Tag zeigt sich zweigeteilt mit zäher Bewölkung und gedämpften Bedingungen im südlichen Flachland sowie besseren Möglichkeiten in den Mittelgebirgen. Da die Sonneneinstrahlung die feuchte Grundschicht erst spät erwärmt, entwickelt sich brauchbare Thermik erst ab den Mittagsstunden. Das nutzbare Zeitfenster bleibt dadurch insgesamt auf den Nachmittag begrenzt, bietet dann aber stabile und ruhige Flugbedingungen ohne Schauer- oder Gewitterrisiko.

1. Start, Abflug und Rueckkehr Thannhausen

Der Startbetrieb erfolgt auf der Piste 07 bei schwachem bis mäßigem Gegenwind und unkritischem, sehr geringem Seitenwind. Aufgrund der vormittags vorherrschenden dichten, tiefen Bewölkung erwärmt sich der Boden nur langsam, weshalb ein thermischer Abflug vor 13:00 Uhr kaum gelingen dürfte. Die Wolkenuntergrenzen bleiben mit maximal 700 bis gut 1000 Metern über Grund recht niedrig, was das Ausgraben aus der Platzrunde anspruchsvoll macht. Das Rückkehrfenster schließt sich bereits ab etwa 17:30 bis 18:00 Uhr mit rasch abklingender Aufwindtätigkeit.

2. Thermik- und Streckenflugbedingungen nach Regionen

  • Allgaeu: Am Vormittag dämpfen kompakte tiefe Wolken die Einstrahlung, sodass erst ab etwa 13:00 bis 17:00 Uhr schwache bis mäßige Aufwinde mit Wolkenuntergrenzen zwischen 900 und 1600 Metern über Grund bei leichtem Ostwind nutzbar sind.
  • Schwaebische Hochebene: Dichte Restbewölkung lockert erst ab den Mittagsstunden zögerlich auf, was das Steigen bei Untergrenzen von 800 bis 1100 Metern über Grund und mäßigem Nordostwind bis zum späten Nachmittag sehr mühsam macht.
  • Schwaebische Alb: Ab etwa 12:00 bis 17:00 Uhr herrschen gute Bedingungen mit Wolkenuntergrenzen bzw. Arbeitshöhen von 1000 bis 1500 Metern über Grund, wobei die Thermik teils ohne Wolkenbildung markiert wird und ein mäßiger, in Böen spürbarer Südostwind weht.
  • Fraenkische Alb: Zwischen 12:30 und 17:00 Uhr steht ein solides Aufwindband mit Basishöhen von 1000 bis knapp 1600 Metern über Grund zur Verfügung, begleitet von mäßigem Wind aus östlichen bis südöstlichen Richtungen bei sonnigem Wetter.
  • Schwarzwald: Begünstigt durch kräftige Aufheizung und wenig Bewölkung stellt der Schwarzwald mit Arbeitshöhen von 1400 bis über 2000 Metern über Grund bei schwachem Ostwind zwischen 12:00 und 17:30 Uhr das stärkste Gebiet dar.
  • Frankenhoehe: Nach rascher Auflockerung locken von 12:00 bis 17:00 Uhr gute Steigwerte bei Arbeitshöhen von 1200 bis 1800 Metern über Grund, unterbrochen von Phasen reiner Blauthermik und mäßigem Südostwind.

3. Beste Linien und Uebergange

Der Abflug aus Thannhausen nach Norden über das Donautal stellt das größte Nadelöhr dar, da das flache Umland unter zäher Bewölkung und niedrigen Arbeitshöhen leidet. Sobald der Sprung auf die Schwäbische Alb geschafft ist, eröffnet sich eine gut tragende Rennstrecke nach Westen in Richtung Schwarzwald oder nach Nordosten zur Fränkischen Alb. Südliche Kurslinien ins Allgäu sind wegen schwacher Aufwinde und feuchter Luftmassen im Alpenvorland hingegen nur sehr eingeschränkt zu empfehlen.

4. Modellvergleich: ICON vs. ECMWF

In den Datensätzen fehlt durchgehend der Stabilitätsindex, jedoch signalisieren beide Modelle übereinstimmend eine absolut schauer- und gewitterfreie Wetterlage bei trockenem Ostwind. Das deutsche ICON-Modell bildet die bodennahe Feuchte deutlich pessimistischer ab, mit langanhaltend dichter tiefer Bewölkung und späten, niedrigen Wolkenuntergrenzen. Das europäische ECMWF-Modell rechnet dagegen mit rascher Sonneneinstrahlung, sieht weite Teile im Norden und Westen wolkenlos in reiner Blauthermik und prognostiziert merklich höhere Arbeitshöhen.

5. Fazit & Streckenflugempfehlung

Aufgrund des späten Beginns und des schwierigen Einstiegs im Raum Thannhausen ist der Tag vor allem für vorsichtige, kurze bis mittlere Streckenflüge geeignet. Die beste Taktik besteht darin, nach dem mühsamen Start frühestens ab 13:00 Uhr zügig Höhe auf der Schwäbischen Alb zu gewinnen und dort die Linie entlang der Albkante oder weiter zur Frankenhöhe zu nutzen. Ambitionierte Vorhaben sollten vermieden werden, um ein rechtzeitiges Gleiten zurück zum Heimatplatz vor dem frühen Thermikende ab 17:30 Uhr sicherzustellen.