Zusammenfassung des Tages
Aufgrund einer geschlossenen Wolkendecke, anhaltender NiederschlĂ€ge und eines sehr böigen Windes ist an diesem Tag kein sinnvoller Segelflugbetrieb möglich. Durch das völlige Fehlen direkter Sonneneinstrahlung kann sich nirgends verwertbare Thermik entwickeln, wĂ€hrend die Wolkenuntergrenzen extrem tief ĂŒber dem Boden hĂ€ngen. FĂŒr StreckenflĂŒge mit Start und Landung in Thannhausen herrschen somit gĂ€nzlich unbrauchbare Bedingungen.
1. Start, Abflug und Rueckkehr Thannhausen
FĂŒr Starts und Landungen wird ganztĂ€gig die Piste 25 empfohlen, da der Wind ĂŒberwiegend aus westlichen Richtungen blĂ€st. Allerdings treten ab den Mittagsstunden Seitenwindkomponenten von ĂŒber 15 km/h sowie krĂ€ftige Windböen von teils ĂŒber 50 km/h auf, was den Betrieb auf der Graspiste spĂŒrbar einschrĂ€nkt. Ein sicheres Start-, Abflug- oder RĂŒckkehrfenster existiert nicht, da anhaltender leichter Regen und aufliegende Bewölkung von wenigen hundert Metern ĂŒber Grund erhebliche Sicherheitsrisiken darstellen.
2. Thermik- und Streckenflugbedingungen nach Regionen
- Allgaeu: GanztĂ€gig dichte Bewölkung mit Regen und Wolkenuntergrenzen von meist unter 500 Metern ĂŒber Grund verhindern jeglichen thermischen Auftrieb bei starkem Höhenwind.
- Schwaebische Hochebene: VollstÀndige Abschattung durch tiefe sowie mittelhohe Wolken und wiederkehrender Niederschlag lassen zu keiner Tageszeit nutzbare Arbeitshöhen entstehen.
- Schwaebische Alb: Extrem niedrige Wolkenuntergrenzen hĂŒllen die HochflĂ€chen zeitweise fast ein, sodass bei stĂŒrmischen Böen und Regen keinerlei Aufwindpotenzial besteht.
- Fraenkische Alb: Trotz etwas schwÀcheren Windes am Vormittag blockieren geschlossene Wolkenschichten und einsetzender Niederschlag jede ErwÀrmung des Bodens.
- Schwarzwald: Anhaltende NiederschlĂ€ge und teils am Boden aufliegende Bewölkung bei starkem Westwind schlieĂen ein sicheres Einfliegen oder Halten im Relief völlig aus.
- Frankenhoehe: Bei böigem Wind und kontinuierlichem Regen bleibt die Wolkenuntergrenze durchgehend zu niedrig, wodurch thermische FlĂŒge ganztĂ€gig unmöglich sind.
3. Beste Linien und Uebergange
Gute Flugkorridore oder thermisch tragende Linien existieren im gesamten Berichtsgebiet nicht. SĂ€mtliche ĂbergĂ€nge zwischen dem Alpenvorland, den Hochebenen und den Mittelgebirgen sind durch groĂflĂ€chige Regenfelder und stark abgesenkte Wolkenuntergrenzen versperrt. Insbesondere an GelĂ€ndekanten wie der SchwĂ€bischen Alb droht zudem gefĂ€hrliches Einströmen von Wolkenfetzen in HangnĂ€he.
4. Modellvergleich: ICON vs. ECMWF
Beide Wettermodelle stimmen in der Beurteilung einer geschlossenen Wolkendecke, anhaltender NiederschlĂ€ge und fehlender Thermik vollstĂ€ndig ĂŒberein. Das europĂ€ische Modell zeigt vormittags etwas schwĂ€chere Windgeschwindigkeiten am Boden, berechnet dafĂŒr aber am Nachmittag noch extremere, teils bodennahe Wolkenuntergrenzen als das deutsche Modell. AuffĂ€llig ist, dass in den bereitgestellten Modelldaten der StabilitĂ€tsindex vollstĂ€ndig fehlt, was die grundlegende EinschĂ€tzung der Unfliegbarkeit jedoch nicht verĂ€ndert.
5. Fazit & Streckenflugempfehlung
Von jeglichen Streckenflugvorhaben in alle Himmelsrichtungen muss dringend abgeraten werden. Weder fĂŒr kurze AusflĂŒge im lokalen Umkreis noch fĂŒr gröĂere Vorhaben reicht das Wetter aus, da weder verwertbare Steigwerte noch sichere WolkenabstĂ€nde vorhanden sind. Segelflugzeuge sollten am Boden und sicher in den Hangars verbleiben.